Über unsere Pfarre

Unsere Pfarre

Patsch gilt als das älteste Dorf des südlichen Mittelgebirges, viele Flurnamen weisen auf eine vorrömische bzw. römerzeitliche Besiedlung hin. Patsch wird erstmals in einer Urkunde aus der Zeit von 1142 bis 1147 als Pats urkundlich erwähnt. Der Name lässt sich über ein indogermanisches *Patia (,ausgedehnte Fläche') erklären. Die Pfarre ist die älteste im der Region südöstliches Mittelgebirge (Mutterpfarre). 1256 wurde sie dem Stift Wilten einverleibt.

Seit dem Frühjahr 2025 ist die Pfarre Patsch Teil des Seelsorgeraumes "Patscherkofel", gemeinsam mit den Pfarren Ellbögen, Igls/Vill, Aldrans und Sistrans. Seither ist Maximilian Thaler vom Stift Wilten unser Pfarrer, dazu sind unser "Altpfarrer" Norbert als mithelfender Priester und Vikar Royinson Panachikkal mit der Seelsorge in unserer Pfarre betraut.

Das Bild entstand bei der Amtseinführung von Pfarrer Maximilian bei der Errichtung des Seelsorgeraumes und zeigt von links nach rechts: Pfarrer Norbert Gapp, Vikar Royinson Panachikkal, Abt Leopold Baumberger (mit dem Schlüssel der Pfarrkirche Patsch) und Pfarrer Maximilian Thaler. (Foto: Reinhold Sigl).

Amtseinführung



Pfarrer Maximilian

Maximilian Thaler

Pfarrer Maximilian Thaler wurde 1979 in Spittal an der Drau geboren. Er trat am 20.11.2005 in Stift Wilten ein, seine Profess war am 26.08.2007. Am 23.06.2013 wurde Maximilian zum Priester geweiht. Er ist Prior im Stift Wilten und Pfarrer & Leiter des Seelsorgeraumes Patscherkofel seit seiner Gründung um März 2025.




Pfarrer Norbert

Norbert Gapp NORBERT GAPP OPraem
Pfarrer Norbert diente seit 1. September 1995 - also über 30 Jahre - in der Pfarre Patsch. Norbert Gapp wurde 1938 als Josef Gapp in Aldrans geboren. 1963 wurde er zum Priester geweiht und nam den Ordensnamen Norbert an. 2023 konnte er sein diamantenes Priesterjubiläum feiern! Norbert ist Chorherr im Prämonstratenser-Stift Wilten, dem die Pfarre Patsch inkorporiert ist. Seit der Errichtung des Seelsorgeraumes im Frühjahr 2025 befindet sich Pfarrer Norbert offiziell im "Un-"Ruhestand, dient aber in der Pfarre Patsch weiterhin als Mithelfender Priester.




Pfarrkirche Patsch

Pfarrkirche Patsch Die Patscher Pfarrkirche, ursprünglich der heiligen Muttergottes und dem Heiligen Donatus von Arezzo (Patrozinium 7. August) geweiht, wird urkundlich erstmals erwähnt, als Bischof Bruno von Brixen 1256 die Pfarre Patsch (Paz) dem Prämonstratensern von Wilten übergibt.Am 29. Oktober 1399 brannte das ganze Dorf samt Kirche und Widum ab, die Kirche wurde im gotischen Stil neu erbaut und am 11.11.1479 zur Ehren des Hl. Donatus und des Hl. Stephanus geweiht. Im Jahre 1767 wurde die Kirche barockisert, dabei vergrößtert und mit der flachen Gewölbekuppel und den Deckenfresken von Anton Zoller, die Szenen aus dem Leben des Heiligen Donatus darstellen, ausgestattet. Die Fresken wurden 1886 übermalt und 1938 wieder vollständig restauriert. Im Altarschrein der rechten Seitenaltares ruhen die Gebeine des Märtyrers Donatus (es handelt sich um einen römischen Soldaten und nicht um den Hl Donatus von Arezzo - dessen Gebeine ruhen in der Pfarrkirche in Castiglione Messer Raimondo). Diese Reliquie stammt aus dem 1802 aufgelösten Stift St. Veit in Freisung (Bayern), wurde von 3 Patschern um 100 Gulden eroworben und 1803 nach Patsch überführt. Ein besonderer Schatz der Pfarrkirche Patsch ist das Ostergrab von Johann Nepomuk Joachim Pfaundler (1723-1811)

Das Patscher Ostergrab

Das Heilige Grab in Patsch ist augfestellt vom Palmsonntag bis zum Freitag nach dem weißen Sonntag

Das Patscher Ostergrab ist eines der letzten seiner Art und ein imposantes und wertvolles Stück Kulturgeschichte. Mit seinen drei Kulissenebenen mit insgesamt 86 m2 stellt es eine die Kirche beherrschende Ehrenpforte dar. Zur originalen Ausstattung gehören auch 50 Glaskugeln verschiedener Größe, die jedes Jahr neu mit gefärbtem Wasser gefüllt werden und hinterleuchtet sind. Das Patscher Ostergrab wurde in den 1770-er Jahren vom Schönberger Priester und Kurator Johann Nepomuk Pfaundler (1723 - 1811) angefertigt. Das Ostergrab wird mittlerweile traditionell jedes Jahr von ca. 20 Personen am Samstag vor dem Palmsonntag aufgestellt und geschmückt; es ist bis zum Freitag nach dem Weißen Sonntag zu sehen. An Karfreitag und Karsamstag halten Patscher Schützen Ehrenwache am Grab. Am Karsamstag, dem Tag der Grabesruhe und der Anbetung, wird die verschleierte Monstranz in den Strahlenkranz gestellt und in die Höhe gezogen. Zur Auferstehungsfeier wird die Glorie mit einer Seilwinde herabgelassen und verdeckt das Grab. Der Auferstandene wird langsam - unter Läuten aller Glocken, festlichem Orgelgebraus, dem Einschalten sämtlicher Lichter - von unten in die Glorie geschoben und hebt sich feierlich in die Höhe. Das leere Grab wird sichtbar – und somit die Auferstehung erlebbar!

Orgel

Orgel Die Orgel wurde 1840 von Franz Reinisch errichtet (sie ersetzte ein älteres Werk aus Thaur), und 1938 behutsam umgestaltet. Im Jahre 1979 wurde sie renoviert und mit einem elektrischen Gebläse ausgestattet. Sie besitzt 1 Manual mit angehängtem Pedal und insgesamt 11 Register.

Edith-Stein-Kapelle

Edith-Stein-Kapelle Die in der Form einer Pyramide gestaltete Edith-Stein-Kapelle (geweiht 2004) befindet sich im neuen Friedhof am Ortsrand von Patsch und ist ein Geschenk des Künstlers H. Strobl an die Gemeinde Patsch. Das monumentale Kreuz der Kapelle wurde ebenfalls von Helmut Strobl gestaltet; es ging im Jahre 2007 auf Friedens- und Besinnungsreise durch Europa, auf den Spuren von Edith Stein: Köln, Echt, Berlin, Dresden, Breslau, Auschwitz (hier wurde Edith Stein 1942 ermordet) und Wien.